Kongress- und Messebesuch des Freiberuflers

Ein Freiberufler kann sich natürlich auch auf Messen sehen lassen, meist wird er aber nicht als Aussteller dort erscheinen, sondern eher als Besucher.

Hier lassen sich aber interessante Kontakte knüpfen (das klassische Beispiel dürften hier die freiberuflichen Lektoren und Korrektoren auf Buch- und Verlagsmessen sein).

Es gibt aber eine Reihe von Tücken, die am besten vorher bekannt sein sollten, damit sie umgangen werden können, auch für diejenigen, die selbst als Aussteller zur Messe gehen.

Achten Sie auf eine angemessene Kleidung.

In Jeans und T-Shirt hat niemand etwas
auf einer Messe zu suchen.

Auch wenn es verlockend ist, bequemes Schuhwerk
anzuziehen, Turnschuhe oder Birkenstockschuhe sind hier fehl am Platze.

Business-Kleidung für Frauen und Männer ist angesagt.

Darüber hinaus sollten alle Beteiligten an einem Stand ähnliche Kleidung im Sinne der Corporate Identity tragen.

So kann ein Besucher gleich erkennen, wer dazu gehört und wer nicht.

Vermeiden Sie aber eine Grüppchenbildung, hier werden Besucher schnell abgeschreckt, wenn sie Sie ansprechen wollen.

Rauchen oder Kaugummi kauen sind natürlich ebenso tabu.

Das Handy sollte nur im Notfall benutzt werden, das ständige Tippen verhindert, dass sich jemand für den Stand und die Auslagen überhaupt interessiert. Wenden Sie den Kunden niemals den Rücken zu.

Insgesamt gilt also, dass das eigene Verhalten am Stand möglichst einladend wirken sollte.

Ein Besucher soll dazu animiert werden, sich dem Stand zuzuwenden und sich mit Informationen „füttern“ zu lassen.

Blickkontakt und ein freundliches Lächeln sind oft ausschlaggebend für das Anlocken von Besuchern.

Die Messe richtig vor- und nachbereiten

Zur Vorbereitung der Messe gehört natürlich auch, dass vom Freiberufler ausreichende Visitenkarten und anderes Informationsmaterial wie Prospektwerbung und Flyer mitgebracht werden.
Es sollte keinem Kunden gegenüber gesagt werden müssen, dass die gewünschten Unterlagen leider schon vergeben sind.

Eine Messe ist nur dann erfolgreich, wenn sie auch entsprechend nachbereitet wird.

Kundendaten sollten schon bei der Messe in einem Frageblatt erfasst und später in einem digitalen Adressbuch aufgenommen werden.

Bedanken Sie sich bei den Kunden für ein Gespräch, am besten noch am gleichen Tag.

Hat der Kunde vor Ort Wünsche in Bezug auf weitere Informationen geäußert, sollten sie ihm an nächsten Tag vorliegen.
Als Faustregel gilt, dass der Kontakt zum Kunden spätestens zehn Tage nach der Messe stattgefunden haben soll.

Haben Sie selbst um Informationen gebeten, so sollten Sie die Kunden nach einer angemessenen Wartezeit anschreiben und höflich nachfragen.

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