Ratgeber für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Versicherungen schüren Ängste, indem sie sagen, jeder vierte Erwerbstätige würde vor dem Erreichen des Rentenalters berufsunfähig.

Im Versicherungsfall prüfen die Versicherungen akribisch, ob Sie wirklich unfähig sind, den Beruf auszuüben.

Als Freiberufler arbeiten Sie vorwiegend mit dem Kopf.

Diese Tätigkeit können Sie z. B. aber auch mit Behinderungen und Allergien ausüben.

Wägen Sie also die Vor- und Nachteile dieser Versicherung genau ab.

Das ist der Inhalt dieser Seite:
> Ihr Gesundheitszustand und die Berufsunfähigkeitsversicherung
> Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung
> Schätzen Sie jetzt die Kosten und Beiträge für Ihre BU
> Was bedeutet die Karenzzeit bei der Berufsunfähigkeit
> Das Risiko der Karenzzeit richtig bewerten
> Auf die Garantie der Nachversicherung achten
> Wie flexibel ist die Nachversicherung tatsächlich?
> Wie hoch ist die Überschussbeteiligung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung?
> Lesen Sie das Kleingedruckte im Versicherungsvertrag gründlich durch!
> Welche Möglichkeiten gibt es bei Zahlungsschwierigkeiten des Freiberuflers?
> Berufsunfähigkeitsversicherung mit anderer Versicherung kombinieren?
> Die Feststellung der Berufsunfähigkeit bei einem Freiberufler
> Wie hoch darf Ihre Versorgungslücke im Ernstfall sein?

Vorweg: Was kostet Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ihr Gesundheitszustand und die Berufsunfähigkeitsversicherung

Ob jemand einen Versicherungsschutz zur Berufsunfähigkeit bekommt oder nicht, hängt vom Gesundheitszustand des Freiberuflers noch weitaus mehr ab, als von seinem Beruf.

So kommt es, dass so genannte Risikokunden im schlechtesten Fall gar keine Versicherung bekommen, oder mit hohen Risikozuschlägen rechnen müssen.

Wer gesund ist und keine Probleme hat, bekommt zu niedrigen Prämien einen Vertrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Doch weitaus häufiger vergeben die Versicherungsgesellschaften Verträge, die mit reduzierten Rentenhöhen oder einer verkürzten Versicherungszeit einher gehen – oder sie schließen die Verträge gar nicht erst.

Zwei Drittel sind in den meisten Fällen gar kein Problem.

Doch darüber hinaus?

Für einen Arbeitnehmer könnte diese Absicherung mit zwei Dritteln reichen, denn er hat in der Regel weitere Ansprüche aus der Erwerbsminderungsrente.

Doch für einen Freiberufler sieht die Sache anders aus.
Er bekommt höchstens die zwei Drittel aus der Berufsunfähigkeitsversicherung – bei den meisten Anbietern.

Es ist also durchaus ratsam, die Anbieter zu vergleichen und dabei nicht nur die monatlichen Prämien im Blick zu haben, die gezahlt werden müssen, sondern auch den Schutz im Versicherungsfall.

Sicherlich ist der monatliche Gewinn bei einem Freiberufler schwer zu berechnen, da die Einnahmen aus den Honoraren immer wieder variieren.

Hier sollten Sie ein gutes Mittelmaß finden.

Berechnen Sie genau, wie viel Geld Sie tatsächlich zum Leben benötigen.

Denken Sie auch daran, dass Sie einen etwas größeren Spielraum einplanen, denn möglicherweise müssen Sie im Ernstfall eine Haushaltshilfe bezahlen.

Der durchschnittliche Gewinn eines Jahres sollte daher zu Grunde gelegt werden. Schwierig wird die Sache aber, wenn Risikozuschläge anfallen, denn dann sind viele Versicherer von Vornherein nicht bereit, überhaupt bis zu zwei Drittel zu zahlen – das Risiko, dass dieser Fall tatsächlich eintritt, ist zu groß.

Die meisten Versicherten schätzen ihren finanziellen Bedarf zu gering ein. Gehen Sie daher davon aus, dass sie im Ernstfall gar nicht mehr in der Lage sind, etwas für den Lebensunterhalt beizusteuern.

Als sehr gut haben sich die Verträge erwiesen, die über eine Nachversicherungsgarantie verfügen.

So kann der Versicherungsschutz auch später noch angepasst werden.
Wählen Sie also gut aus, welcher Anbieter für die Berufsunfähigkeitsversicherung in Ihrem speziellen Fall in Frage kommt und führen Sie einen Versicherungs-Vergleich durch, wenn mehrere Anbieter in Frage kommen könnten.

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